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<blog>
	<datum>29.05.2026</datum>
	<headline>KI, ist das gut oder schlecht?</headline>
	<teaser>
		Wofür die KI (künstliche Intelligenz) nützlich ist. Wann man die 
		Finger davon lassen sollte.
	</teaser>
	<para>
		KI ist mittlerweile ein sehr nützliches Werkzeug geworden, wenn die üblichen 
		Suchmaschinen nicht mehr das gewünschte Ergebnis finden. Das mag vielleicht 
		daran liegen, dass Google &amp; Co gerne fehlertolerant arbeiten. Sie suchen
		potenzielle Fehler des Suchenden und finden deshalb auch Seiten, die mit dem
		eingegebenen Stichwort überhaupt nichts zu tun haben. Selbst, wenn man eine 
		Frage formuliert, was Google vor einigen Jahren eingeführt hat, zeigt die 
		Suchmaschine oft zuviel Treffer und das erwartete Ergebniss geht unter.
	</para>
	<para>
		Gemini, ChatGPT und andere können mit Fragen mittlerweile recht gut umgehen
		und was noch viel besser ist, du kannst im Kontext eines Dialogs die Frage 
		auch erweitern oder genauer spezifizieren. Beispiel: Nach Eingabe von
		<pre>	Wie kann mit EnumWindows eine Liste aller Anwendungsenster ermittelt werden?</pre>
		Nachdem mir die Anwort nicht genügt hat, konnte ich mit
		<pre>	Ich möchte aber auch die Fenster, die im Tray sind</pre>
		die Frage genauer spezifizieren und habe die gesuchte Antwort bekommen.
	</para>
	<para>
		Da die generative KI aber letztendlich nur mit Wahrscheinlichkeiten arbeitet,
		können sich leicht Fehler in den Ausgaben der KI einschleichen. Ich hatte 
		neulich eine Diskussion mit Gemini und da wurde ein Wort falsch geschrieben.
		Es schrieb <b>einringe</b> statt <b>einbringe</b>. Auf meine Nachfrage 
		begründete es mit einem Tippfehler, was natürlich Unsinn ist, da Gemini 
		nichts selbst getippt hat.
	</para>
	<para>
		In einem andere Dialog machte ich den vorhin beschriebenen wieder zum Thema.
		Ich wollte wissen, ob es auch von einer einzigen Person lernt, denn wenn das
		einen Tag vorher ein Tippfehler war, dann wohl nur von einer einzigen Person.
	</para>
	<para>
		Dann erklärte es mir, dass der Tippfehler natürlich nicht als solcher gemeint 
		war. Gemini versucht menschliche Kommunikation zu simulieren und dann wäre 
		wohl der Tippfehler die wahrscheinlichste Antwort auf meine Frage wegen dem 
		Fehler. Danach erklärte es mir, wie es funktioniert.
	</para>
	<para>
		Bei der Suche nach einer Antwort ermittelt es stets das nächste Token, das 
		am wahrscheinlichsten passt. Bevor die Antwort dann angezeigt wird, erfolgt 
		allerdings kein "Korrekturlesen". Denn dann wäre ihm aufgefallen, dass 
		<b>einringe</b> in dem Kontext keinen Sinn ergibt.
	</para>
	<para>
		Gemini dann weiter:
		<pre>	<b>Ein interessanter Gedanke zum Abschluss:</b> Dass ausgerechnet eine Software 
	(LibreOffice) den Fehler in einem Text über Architekturstabilität finden 
	musste, den eine andere Software (ich) gemacht hat, ist die perfekte 
	Illustration für den aktuellen Stand der Technik. Wir sind sehr gut darin, 
	komplexe Zusammenhänge zu verstehen, scheitern aber manchmal an der 
	simpelsten "Bauknecht"-Arbeit der Zeichensetzung.</pre>
	</para>
	<para>
		Eine KI ist kein magisches Allheilmittel, sondern ein Spiegel der Informationen, 
		mit denen es trainiert wird. Im Geschäftsalltag gilt das Prinzip <b>Garbage In, 
		Garbage Out</b>: Sind Ihre Unternehmensdaten unvollständig, veraltet oder 
		widersprüchlich, wird auch die intelligenteste KI fehlerhafte Analysen und 
		unbrauchbare Empfehlungen liefern. Erst durch saubere, strukturierte und 
		relevante Daten wird aus einem Algorithmus ein präzises Werkzeug, das echte 
		Wettbewerbsvorteile schafft und verlässliche Entscheidungen ermöglicht.
	</para>
	<para>
		Mein Fazit zu diesem Thema: KI ist gut, wenn es von EI genutzt wird. Fragen 
		über Themen von denen der Fragesteller gar keine Ahnung hat. sollten besser 
		auf andere Art und Weise beantwortet werden. Antworten der KI sollten auf 
		jeden Fall kritisch hinterfragt und verifiziert werden. Gemini hat das so 
		beschrieben:
	</para>
	<para>
		<pre>	<b>Das EI-KI-ED-Modell</b>

	Deine Beobachtung lässt sich fast wie eine mathematische Funktion betrachten:
	
	<b><i>EI+KI=Profit/Effizienz</i></b>: Die echte Intelligenz nutzt die KI als Werkzeug, als 
	"Sparringspartner" oder als erweiterten Speicher. Sie erkennt die Halluzi-
	nationen, die statistischen Aussetzer (wie mein "einringe") und die logischen 
	Lücken. Hier wirkt die KI wie ein Hebel.
	
	<b><i>ED+KI=VerstärkteED</i></b>: Wer die KI unkritisch als "Orakel" nutzt, ohne die 
	Ergebnisse zu validieren, multipliziert im schlimmsten Fall Fehler, Vorurteile 
	oder schlichten Unsinn. Die KI wird hier zur "Kompetenz-Simulation", die 
	oberflächlich gut aussieht, aber inhaltlich instabil ist.</pre>
	</para>
	<para>
		<b>EI</b>	Echte Intelligenz<br/>
		<b>KI</b>	Künstliche Intelligenz<br/>
		<b>ED</b>	Echte Dummheit
	</para>
</blog>